Es hat mich ehrlich gesagt wenig überrascht, als ich von Donald Trumps Sieg bei der US-Präsidentschaftswahl erfuhr. Natürlich habe ich wie alle eine klare Meinung dazu — aber wir konzentrieren uns hier ausschliesslich auf Trumps Verhältnis zur Ökologie. Und das ist nicht schön…
Trump, ein Klimaskeptiker?
Ohne den Herrn persönlich zu kennen, glaube ich, dass seine verschiedenen Aussagen ziemlich… eindeutig sind: Nein, Trump ist kein Klimaskeptiker! Er zweifelt überhaupt nicht… Das lässt sich leicht erkennen, wenn man bedenkt, was man aus seinem Mund gehört hat:
- Die Klimaerwärmung ist Propaganda.
- Die Klimaerwärmung ist ein Schwindel.
- Die Klimaerwärmung ist ein Mythos.
- Die Klimaerwärmung wurde von und für die Chinesen erfunden, um die amerikanische Wirtschaft wettbewerbsunfähig zu machen.
Was sind seine geplanten Massnahmen?
Im Moment schwer vorherzusagen, aber wenn man seinen Aussagen im Wahlkampf glaubt, hat Donald unter anderem angekündigt:
- Das Pariser Klimaabkommen zu kündigen.
- Milliarden von Zahlungen an die UNO zur Bekämpfung der Klimaerwärmung zu streichen.
- Die amerikanische Umweltschutzbehörde EPA abzuschaffen.
- Die Beschränkungen für fossile Brennstoffe und Schiefergas aufzuheben.
- Das Veto von Barack Obama gegen den Bau der 3'500 km langen Keystone-XL-Pipeline aufzuheben.
- Steuervorteile für erneuerbare Energien zu kürzen.
Was wird aus dem Pariser Abkommen, COP21?
Das von 195 Ländern bei der COP21 angenommene und inzwischen von 103 Ländern ratifizierte Abkommen — was wird daraus? Trump hat bereits angekündigt, sich zurückziehen zu wollen, aber Experten zufolge dürfte das komplizierter sein: Gemäss Artikel 28 des Vertrags sind die Austrittsbedingungen an eine Frist von mindestens 3 Jahren geknüpft. Seine erste Amtszeit könnte also enden, bevor er austreten kann. Die andere Option wäre, das UNO-Rahmenabkommen über Klimaänderungen von 1991 schlicht zu verweigern — ein Schritt, den bisher kein Land gemacht hat. Sollte dies eintreten, wäre eine Kettenreaktion des Rückzugs zu befürchten.
Wie sieht er die Ökologie?
Im Grunde scheint Trump nicht gegen Ökologie zu sein — er bleibt einfach seinem Bild als milliardenschwerer Unternehmer treu:
Solar ist sehr teuer, Wind ist sehr, sehr teuer, das System funktioniert nicht ohne Subventionen — aber trotzdem bin ich für alle Arten von Energie.
Eine beunruhigende Logik. Er hat auch angekündigt, die Wirtschaft der fossilen Brennstoffe ankurbeln zu wollen, die seiner Meinung nach mehr Arbeitsplätze und Gewinne bringt.
Eine Ansicht, die von den Republikanern geteilt wird?
Trump hat seine Wahl nicht dank der Ökologie gewonnen — das Thema hat im Wahlkampf kaum Aufsehen erregt. Dennoch zeigen Umfragen, dass mehr als 40% der Republikaner der Ökologie grosse Bedeutung beimessen. Es bleibt zu hoffen, dass er dies berücksichtigen muss, wenn er in 4 Jahren wiedergewählt werden will.
Muss der Planet Trump fürchten?
Nein, nicht der Planet — aber die Menschen sicher…, mit einem besonderen Gedanken an die afrikanischen Länder, die auf die Industrieländer angewiesen sind, um die Erwärmung zu bekämpfen. In jedem Fall ist es kein Schritt nach vorne: Während viele das Pariser Abkommen bereits als zu «lasch» kritisieren, wäre sein Scheitern eine Katastrophe — fast das Ende eines echten kollektiven Bewusstseins.
Ein wenig Optimismus dennoch! Trump ist nicht der einzige Akteur: Grosse Fonds haben bereits eine ökologische Wende vollzogen und sehen in der grünen Wirtschaft eine enorme finanzielle Chance. Sie dürften nach seiner Wahl keinen Rückzieher machen — es geht schliesslich um Geld…
Fazit und vorerst eine schlichte Feststellung: Dieser Herr ist nun der mächtigste Mann der Welt… und der mächtigste Mann der Welt kümmert sich nicht um den Klimawandel… das kann warten… Fortsetzung folgt…